Olivia Vermeulen

Foto: Olivia Vermeulen, Mezzosopran/Alt
© Felix Broede

Die niederländische Mezzosopranistin Olivia Vermeulen hat sich in den letzten Jahren als vielseitige Solistin auf internationaler Ebene etabliert.

2016 debütierte sie an der Berliner Staatsoper, in der Hauptrolle des Turno in der Barockoper Amor vien dal destino von Agostino Steffani unter René Jacobs. Darüber hinaus ging sie mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer in Mozarts Zauberflöte auf Tournee, unter anderem nach New York (Lincoln Center), Amsterdam (Concertgebouw), London und Berlin. Auch konzertierte sie unter Daniel Harding mit dem London Symphony Orchestra.

2015 gab die Mezzosopranistin ihr Debüt als Annio in Mozarts La clemenza di Tito unter Christopher Moulds in Moskau, außerdem konzertierte sie in Tokio unter Masaaki Suzuki in Bachs Matthäus-Passion und Mozarts C-Moll-Messe und war in einer Tournee mit Bachs Weihnachtsoratorium unter Helmuth Rilling zu hören.

In der Spielzeit 2013/14 sang Olivia Vermeulen unter anderem Cherubino in Le nozze di Figaro in einer Produktion des Festival Aix-en-Provence an der Opéra de Dijon unter Jonathan Cohen. Im Herbst 2014 gastierte sie in derselben Produktion unter Andreas Spering in Bahrain. Bei den Händel-Festspielen Karlsruhe und im Concertgebouw Amsterdam war sie mit großem Erfolg als Almirena in der Händel-Oper Rinaldo mit der Lautten Compagney Berlin zu hören. Mit diesem Ensemble spielte sie auch eine Solo-CD mit Arien des italienischen Barock ein, die bei Sony/BMG erscheinen wird.

Für ihr Debüt 2012 am Concertgebouw Amsterdam mit der Radio Kamer Filharmonie unter Michael Schønwandt wurde sie von Presse und Publikum gefeiert. Ein weiteres erfolgreiches Debüt folgte 2013 an der Nederlandse Opera in Amsterdam als Smeraldine in Die Liebe zu den drei Orangen, unter der musikalischen Leitung von Tomáš Netopil.

Ihren Karrierestart im Bereich der Oper machte sie 2008–2010 im Studio der Komischen Oper Berlin, wo sie bereits im regulären Spielplan des Hauses in tragenden Mozart-Rollen wie Cherubino (Regie: Barrie Kosky) und Zerlina zu erleben war.

Darauffolgend gastierte sie auf Einladung von Wladimir Jurowski am Bolschoi-Theater in Moskau zur Saisoneröffnung 2010/11 als L’enfant in konzertanter Aufführung der Ravel-Oper L’enfant et les sortilèges. Weitere tragende Partien ihres Repertoires sind unter anderem Ariodante (Ariodante), Hänsel (Hänsel und Gretel), Ramiro (La finta giardiniera), Idamante (Idomeneo) und die Titelpartie in La Cenerentola.

Neben der Oper ist Olivia Vermeulen besonders als Konzertsolistin tätig; sie arbeitete bereits mit vielen namhaften Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Iván Fischer, Marek Janowski, Andrea Marcon, Frans Brüggen, Andrew Parrott, Reinhard Goebel, Michael Schønwandt, Andreas Spering, Alessandro De Marchi, Konrad Junghänel und Lothar Zagrosek.

Sie gastiert regelmäßig beim renommierten Kissinger Sommer, wo sie unter anderem Lieder von Wolfgang Rihm uraufführte, sowie bei den Herrenchiemsee Festspielen. Sie war beim Rheingau Musik Festival, dem Festival RheinVokal, dem Musikfest Stuttgart, den Händel-Festspielen Halle und den Münchner Opernfestspielen zu hören. Mit der Musikfabrik Köln unter Péter Eötvös gastierte sie in der Berliner Philharmonie im Rahmen des Musikfestes Berlin.

Olivia Vermeulen studierte Gesang in Detmold bei Mechthild Böhme und in Berlin bei Julie Kaufmann. Zudem besuchte sie Liedklassen von Wolfram Rieger und Axel Bauni sowie Meisterkurse bei Andreas Scholl, Thomas Quasthoff, René Jacobs, Dietrich Fischer-Dieskau und Irwin Gage. Momentan wird die Mezzosopranistin von Margreet Honig gecoached. Sie gewann den internationalen Liedwettbewerb des Bayerischen Rundfunks „La Voce“ 2008. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Einspielungen dokumentieren die Arbeit der vielseitigen Sängerin.

www.oliviavermeulen.com

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