Fabrizio Colombo
Fabrizio Colombo ist ein Bandoneonist, Komponist und Arrangeur. Er wurde 1994 in Mendoza, Argentinien, geboren.
Als Solist trat er mit renommierten Orchestern wie dem Orquesta Filarmónica de Mendoza, dem Orquesta Sinfónica de la Universidad Nacional de Cuyo oder dem Orquesta Barroca Nuevo Mundo (Chile) auf und interpretierte dabei Werke wie das Concierto „Aconcagua“ para bandoneón, orquesta de cuerdas y percusión (Astor Piazzolla), die Tango-Oper María de Buenos Aires (Astor Piazzolla/Horacio Ferrer), das Concierto para bandoneón y guitarra (Astor Piazzolla) und die Misa a Buenos Aires (Martín Palmeri).
Er stand gemeinsam mit Musikern von Rang auf der Bühne, darunter sein Lehrer und seine Inspirationsquelle Néstor Marconi, der renommierte venezolanische Trompeter Francisco „Pacho“ Flores, der Pianist und Komponist Diego Schissi sowie der Pianist und Komponist Leo Sujatovich, mit dem er in Mendoza dessen sinfonisches Werk Sueños y deseos uraufführte. Zudem war er zusammen mit den herausragendsten Bandoneonisten des Landes Teil der Bandoneon-Reihe des renommierten Orquesta del Tango de la Ciudad de Buenos Aires.
Im Jahr 2019 gewann er den Ersten Preis beim internationalen Wettbewerb „Che Bandoneón“ in Vermont, USA.
Fabrizio Colombo wurde in eine musikalische Familie hineingeboren, die sich der klassischen Musik und dem Tango verschrieben hatte, und wurde von Anfang an von diesen Einflüssen geprägt. Im Alter von acht Jahren fing er an, bei seinem Vater Héctor Colombo Geigenunterricht zu nehmen. An der Seite seiner Mutter, der Opernsängerin Marcela Carrizo, begann er parallel dazu seine Choraktivitäten.
Schließlich beschloss er, seine berufliche Laufbahn dem Bandoneon zu widmen und damit in die Fußstapfen seines Großvaters zu treten, des Bandoneonisten und Dirigenten Francisco Colombo, der in Mendoza zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Tango zählte.
Fabrizio Colombo beteiligte sich aktiv an institutionellen pädagogischen Projekten wie beispielsweise dem „Vivero Musical“ der Universidad Nacional de Cuyo sowie dem „Proyecto Bandoneón“, das sich an die weiterführenden Schulen richtet, die dieser Universität angegliedert sind, und von ihm selbst ins Leben gerufen und vorangetrieben wurde, um das Bandoneon den jüngeren Generationen näherzubringen.
Für das im Jahr 2020 veröffentlichte Album Vestigio seines Trios Colombo Pérez Colombo transkribierte er die Musik der legendären Gruppe Vanguatrío aus den 70er Jahren und trug so zu ihrer Wiederentdeckung und Bewahrung bei.
Als Interpret, Arrangeur und Komponist leitet und dirigiert er das Fabrizio Colombo 7teto, das im Jahr 2022 sein erstes Album mit dem Titel Celedonio herausbrachte. Noch im selben Jahr folgte Afinidad, das erste Album des Pinto Colombo Dúo, auf dem er sich mit dem Gitarristen Luca Pinto in eigenen und Stücken anderer Komponisten seinen Wurzeln in Mendoza widmete.